So, nachdem auch ich
etwas zur Ruhe gekommen bin und meine anfallenden Arbeiten die in letzter Zeit
liegengeblieben waren erledigt habe,
möchte ich nun noch einen kleinen Bericht geben über unsere Pilgerwanderung am 6. + 7.
Okt. 2012 von Millingen a.d. Rijn über Kranenburg/Nütterden nach Goch.
wie ihr wisst besteht unser Stammtisch seit mehr als 2 Jahren. Zum Programm im ersten Jahr 2010 gehörte eine eintägige Pilgerwanderung von Goch nach Kevelaer und 2011 eine zweitägige Wanderung von Bocholt nach Emmerich.
In diesem Jahr wurde beim letzten Treffen der Weg von Millingen aan de Rijn bis Goch vorgeschlagen und besprochen. Dieses Teilstück ist Teil des >niederrheinischen Jakobsweges< von Millingen aan de Rijn nach Aachen.
Hier die Ergebnisse: Es wurden 4 Termine im Herbst vorgeschlagen. 9 hatten sich für das Wochenende vom 6. bis 7. Okt. eingetragen. Nach Rückfrage bei der >Jugendbegegnungsstätte Wolfsberg<, der am günstigsten gelegenen Übernachtungsmöglichkeit am Weg und vielen Bocholtern noch aus der Schülerzeit bekannt sind auch nur noch Zimmer zum o.g. Termin frei.
Es ist zwar schon ein bischen her, aber noch nicht vergessen. Am 3. Oktober sind wir von Goch nach Kevelaer auf dem Rheinischen Jakobsweg gewandert.
Hier Eindrücke und Erfahrungen von Hejo:
Hallo liebe Pilgerfreunde
Ich möchte mich auch nochmal für den wunderschönen Pilgersonntag bedanken. Wir haben doch Jakobus auf unserer Seite gehabt, der uns das gute Pilgerwetter geschenkt hat. Es war eine hervorragende Pilgergemeinschaft, jeder konnte beim Pilgern seine Gedanken mit den Anderen austauschen.
Unser Pilgerweg führte von Goch nach Kevelaer über 21 km, überwiegend längs der Niers. Unterwegs wurden geregelt Pausen gemacht, damit der Weg nicht zu lang wurde. Irgendwann hatten wir auch das Bedürfnis mal einzukehren um eine Tasse Cafe con Leche zu trinken. Dafür setzten wir mit der berühmten Treidelfähre die Niers über, um dort im Restaurant "Jan an de Fähre"den Cafe con Leche zu trinken, leider vergebens, man wollte uns keinen Kaffee wegen einer geschlossenen Gesellschaft verkaufen, also mit der Treidelfähre wieder zurück.
Aber Weeze war nicht mehr allzuweit, so das unser Franz dann mit seinem Rad wie ein geölter Blitz nach Weeze fuhr um dort erkunden wo wir uns mit Kaffee und ein kühles Blondes stärken konnten.
Nun zogen wir gestärkt und mit guter Laune und einer Ehrenrunde durch den Streichelzoo aus dem Ort in Richtung Schloß Wissen. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Schloßkapelle zu besichtigen, und jeder hatte die Zeit sich hier Gedanken über das Pilgern zumachen.
Es wurde immer wärmer und am Nachmittag erreichten wir bei Sonnenschein Kevelaer. Alle hatten dann dort noch die Möglichkeit in der Basilika zu "DANKEN", daß wir einen so schönen Jakobsweg erleben durften.
Dann ging es mit unseren Fahrzeugen, die wir am Morgen dort am Bahnhof abgestellt hatten um mit dem Zug bis Goch zu fahren, wieder zurück in Richtung Bocholt.
Ein schöner Tag nahm sein Ende.
Dank an alle 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mitgemacht und sich bei dieser Wanderung eingebracht haben.
Wir 5 aus Bocholt, es waren Maria Mayr, Marlies Konrad, Gabi Kappelhoff, meine Frau Irina und ich (hejo leider nur passiv) sind dann Pfingstsonntag nach Nijmegen gefahren zum Treffpunkt des Staffellaufs der Jakobspilger. Wir hatten dort einen überaus herzlichen Empfang durch H. Frans Kosters und wurden sofort von alle anwesenden in ihrer Mitte aufgenommen und man reichte uns schon einen Begrüßungskaffee. Auch Frau Hildegard Frohn aus Mönchen-Gladbach, sie ist Mitglied des Präsidiums der Aachner Jakobus-Gesellschaft war anwesend, um uns auf den anschließenden Weg nach Kranenburg zu begleiten. Bei meinem ersten Gespräch mit ihr bat sie mich dann auch, ob ich die Bilder die ich machen würde ihr dann auch zukommen lassen könnte. Auch Sie hat schon vom Pilgerstammtisch aus Bocholt gehört und gelesen, weil dort eine so hohe Beteiligung wäre und war sehr erfreut darüber. Sicher werde ich weiterhin mit ihr in Kontakt bleiben.
Um 9:00 Uhr wurde dann eine kleine Andacht gehalten mit anschließenden Pilgersegen. Danach starten wir um 9:30 Uhr Richtung Kranenburg, bei traumhaft schönem Wetter gut gelaunt und singend zogen wir aus Nijmegen hinaus in die schöne holländische Landschaft, nach Berg n Dal zum Duvelsberg. Es ging bergauf und bergrunter, (teilweise doch sehr steil und anstrengend, gar nicht gewusst das Holland so hohe Berge hat), selbst der Ort wurde danach benannt Berg en Dal. Während der Pilgerung suchte dann jeder den Kontakt zum ander zu einem Gedankenaustausch, was ja auch zum besseren kennenlernen dient. Man hatte auf Grund des schönen Wetters und der hohen Temperaturen die Pilgerroute geändert und so liefen wir mehr durch Wälder um der großen Hitze eine Zeitlang zu entgehen. Denn der Originalweg verläuft mehr durch flache Gebiete und vorbei an Wiesen und Felder.. Die Ankunft war dann um 14:30 Uhr in Kranenburg, und wurde dort vom stellv. Bürgermeister von Kranenburg, ein stellv. der Stadt Nijmegen, den Pastor der kath. Kirche und der Pastorin der ev. Kirche begrüßt. Im Anschluss fanden dann die Übergabe des Pilgerstabes und die Eintragung ins goldene Buch statt.
H. Pawelke (Historiker) aus Kranenburg machte dann eine Führung durch beide Kirchen und dem Katherinenhofmuseum. Als Abschluss gab es dann eine originale niederrheinische Kaffeetafel für alle beteiligten, so dass man sich noch in netter runde über das erlebte austauchen konnte. Es war ein für alle ein großer und erlebnisreicher Tag. Bei der Verabschiedung bedankten wir uns nochmal für den herzlichen Empfang und das wir daran teilnehmen durften bei h. Kosters aus Nijmegen und H.Pawelke aus Kranenburg, danach fuhren wir glücklich und zufrieden wenn auch etwas müde wieder nach Bocholt zurück
Anlässlich des Heiligen Jahres 2010 lädt der Verband der französischen Jakobusvereinigungen alle Pilgerinnen und Pilger zum zweiten Mal zu einer Pilgerstaffel „EUROPA COMPOSTELA" ein.
In Deutschland hat die Deutsche Jakobus-Gesellschaft e.V. die Koordination übernommen. Allein auf den sieben deutschen Wegen werden 5000 km in 222 Tagesetappen zurückgelegt.
Erste Europäische Kulturstraße, Stab und Buch
Durch diese Menschenkette wird die Bedeutung der historischen Pilgerwege als erste Europäische Kulturstraße, die Länder verbindet und Menschen grenzüberschreitend zusammenführt, verdeutlicht.
Bei dieser Europäischen Sternwanderung werden nach 15 - 25 km langen Etappen ein Pilgerstab und ein Goldenes Buch weitergereicht.
Die Pilgerstäbe (span.: bordónes, franz.: bourdons) werden am 28. April in Straßburg an die Teilnehmenden ausgegeben, um dann, von Startpunkten in ganz Europa, nach Santiago de Compostela getragen zu werden. Entlang der Pilgerwege finden Veranstaltungen statt, die die Anlieger gestalten. Die Goldenen Bücher dokumentieren den Verlauf der Pilgerfahrt und nehmen Wünsche, Sorgen und Bitten auf. Passend zum diesjährigen „Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt", heißt das Motto 2010:
„Lasst uns mit unserer Erde und Ihren Menschen solidarisch sein".
Alle sind herzlich eingeladen, sich an dieser Staffel zu beteiligen und einzelne oder mehrere Etappen mitzugehen, sowie an den Veranstaltungen teilzunehmen.
So können auch diejenigen, die dieses Jahr nicht nach Santiago de Compostela kommen, zum Gelingen der europaweiten Pilgerfahrt beitragen und Teil des großen Europäischen Netzwerkes werden.